Genussland Deutschland – Hochwertige Lebensmittel aus der Region

28.01.2019

Genussland Deutschland – Hochwertige Lebensmittel aus der Region Handwerk und Landwirtschaft sind natürliche Verbündete


(DBV/ZDH) Landwirtschaft und Lebensmittelhandwerk sind im ländlichen Raum tief verwurzelt, sichern Arbeits- und Ausbildungsplätze und stehen immer mehr für die Erzeugung von Nahrungsmitteln aus der Region. Regionalität aber will von den Verbrauchern „gefühlt“ und „erlebt“ werden. Voraussetzung dafür ist eine enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Handwerk, die die Transparenz in der Wertschöpfungskette sowie Heimat und Genuss der erzeugten hochwertigen Lebensmittel herausstellt. Wie andere Länder in der EU muss auch Deutschland ein Genussland Lebensmittel werden. Anstatt immer mehr Kennzeichnungsvorschriften zu schaffen, ist der mündige Verbraucher gefragt.

Das sind Ergebnisse einer Podiumsdiskussion, die der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche auf dem Erlebnisbauernhof veranstalteten. Teilnehmer der Diskussion waren der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Lebensmittelhandwerk, Herbert Dohrmann, der Präsident des Deutschen Konditorenbundes und Beauftragter des ZDH-Präsidiums für ländliche Räume, Gerhard Schenk, der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, Johannes Röring, und der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken.

Die Vertreter von Handwerk und Bauernverband betonten dabei auch die Bedeutung von funktionstüchtigen Infrastrukturen im ländlichen Raum. Flächendeckendes schnelles Internet sei eine elementare Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen und der dazu notwendigen Kundennähe. Leistungsfähiges Internet ist auch für die Attraktivität des ländlichen Raums als Wohn-, Lebens- und Arbeitsort eine wesentliche Voraussetzung und trägt damit zur nachhaltigen Sicherung der Fachkräfteversorgung bei. Unternehmer, die die Wirtschaftskraft und Vitalität ländlicher Räume stärken sollen, brauchen vor allem unternehmerische Freiräume. Überbordende bürokratische Hürden hemmen häufig die Entfaltung kreativer Kräfte in den Unternehmen. Hier, so die Verbandsvertreter, ist die Politik gefordert, Reglementierungen, Nachweis-,  Dokumentations- und Kennzeichnungspflichten auf das Notwendigste zu beschränken und Verlässlichkeit bei den staatlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Vitalität und Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume können nachhaltig gestärkt werden, wenn Landwirtschaft und Handwerk in ihrem unternehmerischen Tun und Handeln hinreichend unterstützt werden.

Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks (www.zdh.de)


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