Höhere Berufsausbildungsbeihilfe ist wichtiger Schritt auf Weg zur Gleichwertigkeit der Bildungssysteme

12.08.2019

Zum Start des Ausbildungsjahres am 1. August 2019 steigt die Berufsausbildungsbeihilfe für Auszubildende und der Zuschuss zur Vergütung während einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):


Das Handwerk begrüßt ausdrücklich die Erhöhung der Berufsausbildungsbeihilfe. Das ist eine wichtige Stufe auf dem Weg hin zu einer gleichwertigen Förderung von Bildungssystemen. Die Erhöhung ist ein Beitrag dazu, wirtschaftliche Härten abzumildern und vor allem durch den deutlichen Anstieg der Pauschalen für Unterkunft und Verpflegung eine Ausbildung fern des Heimatorts zu unterstützen.

Das könnte für manchen Jugendlichen besonders in strukturschwachen ländlichen Räumen einen weiteren Anreiz schaffen, sich doch für eine berufliche Ausbildung zu entscheiden. Positiv ist zudem, dass die Antragstellung erleichtert wird, indem die Pauschalen vereinheitlicht und die Freibeträge erhöht werden.

Es ist zu erwarten, dass sich durch diese Vereinfachung die Bearbeitungszeiten verkürzen und Auszubildende gerade zum Ausbildungsbeginn finanziell entlastet werden. Mit der Angleichung an die Leistungen des BAföG erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt zur Gleichwertigkeit der Bildungssysteme.

Auch das Ausbildungsgeld für Azubis mit Behinderung wird ab August erhöht. Das Ausbildungsgeld wird künftig an die Bedarfssatzstruktur der Berufsausbildungsbeihilfe angeglichen. Das  ist ein positives Signal für die in den Betrieben gelebte Inklusion.

Darüber hinaus wird der Zuschuss zur Vergütung während einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) auf 243 Euro erhöht und damit dieses ausgesprochen erfolgreiche Instrument zur Berufsvorbereitung gestärkt.

Förderbedürftigen jungen Menschen wird durch die EQ der Weg in eine geregelte Ausbildung erleichtert, indem sie im betrieblichen Umfeld ihre Potenziale aufzeigen können. Die EQ hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei der Integration von geflüchteten jungen Menschen bewährt.


Für Betriebe: #einfachmachen